Im Alltag kommen wir uns häufig getrieben vor. Wir können kaum etwas Ruhe finden. Die Folge davon sind anhaltender Stress, Verspannungen, schlechter Schaf und andere Beschwerden. Darum benötigen wir eine oder mehrere Methoden, um wieder zu Ruhe und Gelassenheit zurückzufinden.
Hier ist eine Auswahl an Methoden:
Entspannen in der Stille
Um in der Stille zu entspannen, bieten sich folgende Wege an:
Meditation ist eine Methode der mentalen Entspannung. Hier kannst Du durch Stille und geführte Gedanken Ruhe finden. Yoga bietet hierzu eine ganze Auswahl von Meditationstechniken an. Es gibt stille Meditation, Meditation mit einem Mantra oder Affirmationen und andere. Auch das wiederholte Schreiben eines Mantras (Japa genannt) ist eine Art von Meditation. Wer eine künstlerische Ader hat, kann auch Mandalas auf meditative Weise zeichnen.
Physische Entspannung kannst Du mit Hilfe der Progressiven Muskelentspannung (PME) erfahren. Ein Muskel, der für fünf Sekunden angespannt wird, kann danach umso besser entspannen. Bei der PME spannst Du verschiedene Muskelgruppen nacheinander an und entspannst diese wieder.
Entspannen bei Bewegung
Hier hast Du die Wahl zwischen statischen Stellungen (Asanas) und fließenden Bewegungen.
Das Einfachste ist die Meditation im Gehen. Je nachdem wie Du Dich fühlst, kannst Du zügig Walken und vielleicht dabei im Geiste ein Mantra wiederholen. Oder Du gehst langsam und bewusst, spürst die Abrollbewegung der Füße oder wenn Du barfuß gehst, die Beschaffenheit des Bodens, den Luftzug auf der Haut oder spürst in jedes Detail der Bewegung hinein.
Beim klassischen Hatha-Yoga werden geistiger Fokus und körperliche Aktivitäten miteinander kombiniert. Dabei kräftigst Du Deinen Körper, steigerst die Flexibilität und Du kannst Stress abbauen.
Yogaflows wie beim Vinyasa-Yoga kombinieren Bewegung und kontrollierte Atmung. Ebenso bieten Tai Chi und Quigong Beruhigung für Körper und Geist. Die sanften Bewegungen eignen sich gut, um Muskelverspannungen zu lösen.
Je nach Typ, angestautem Frust, Ärger und Bewegungsbedürfnis kann auch eine Sportart weiterhelfen, bei der diese ein Ventil finden und mit kraftvoller körperlicher Aktivität abgebaut werden kann. Fitnessboxen, Sqash oder etwas ähnliches. Wichtig ist, dass man seinen ganzen Groll und Ärger beispielsweise an einen Sandsack oder einen Ball abgeben kann. Dabei sollte es aber nicht darum gehen, sich so auszupowern, dass man danach regungslos ins Bett fällt. Das ist keine Entspannung, sondern Ermattung. Es geht vielmehr darum, die Unruhe loszuwerden, um anschließend bereit zu sein, um sich bewusst z. B. mit einer Yogapraxis zu entspannen.
In einer Yogastunde können verschiedene Entspannungsmethoden kombiniert werden. Zum Beispiel beginnt die Anfangsentspannung mit einer progressiven Muskelentspannung. Es folgen die Asanas. Der Sonnengruß zu Beginn wird meist fließend und schneller ausgeführt, um den Körper aufzuwärmen. Es folgen Asanas, die statisch gehalten werden oder mit Variationen auch als dynamischer Flow ausgeführt werden können. Die Endentspannung wird wiederum mit einer progressiven Muskelentspannung eingeleitet. Es können Stille, eine Phantasiereise, Affirmationen und/oder eine Meditation folgen. Da ist für jeden etwas dabei.
In einer Yogastunde geht es auch um den Wechsel von Anspannung und Entspannung. Manche Yogastellungen können anstrengend sein. Hierbei kannst Du den Wechsel von Anspannung und Entspannung üben, damit Dir dieser Wechsel auch im Alltag schneller gelingt. Bei fortgeschrittener Yogapraxis findet man Entspannung in der Anspannung. Das heißt, eine Stellung wird längere Zeit gehalten. Dabei werden aber nur die Muskeln angespannt, die gerade benötigt werden, um die Stellung zu halten, wohingegen der restliche Körper entspannt.
Wie dem auch sei, viele Wege führen zur Entspannung. Das Bedürfnis danach sollten wir ernst nehmen, da Entspannung für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit sehr wichtig ist. Welche der oben genannten Methoden liegt Dir am besten? Oder nutzt Du vielleicht mehrere?
Schreibe einen Kommentar