Namasté und Hallo ihr Lieben!

Der Februar ist der kürzeste Monat des Jahres. Er überbrückt die Zwischenzeit zwischen dem Winter und der Dunkelheit des Januars und dem Licht des Frühlings im März. Aufgrund seiner Kürze hat der Februar eine besondere Energie, die uns daran erinnert, daß auch kleine Zeiträume eine große Veränderung bringen können.

Im Februar verabschieden wir uns vom Winter mit seinen langen, kalten Nächten. Nun werden die Tage wieder länger. Es ist eine Zeit, in der wir alte Muster loslassen und Neues beginnen können. Ähnlich wie mancherorts der Schnee schmiltzt und wir allmählich die schwere Winterkleidung ablegen, können wir diese Zeit des Jahres nutzen, um uns von Überflüssigem zu befreien. Gehe in Dich ud reflektiere darüber, was Du hinter Dir lassen möchtest. Welche inneren Blockaden möchtest Du auflösen?

In Deiner Yogapraxis kannst Du dieses Loslassen mit sanften Drehhaltungen (auf Sanskrit Parivartanasana) unterstützen. Sanfte Drehungen wirken lösend auf Verspannungen und Blockaden der Muskulatur des Rückens und der Schultern sowie der Wirbelsäule. Drehungen halten die Wirbesläule flexibel, entspannen und dehnen die kleinen Zwischenräume zwischen den Wirbeln. Außerdem sorgen Drehstellungen für eine Massage der Organe im Bauch. Energetisch gesehen befinden sich in der Wirbelsäule und in ihren Verlängerungen die sieben wichtigsten Chakren, die durch Drehungen aktiviert und energetisiert werden können. Drehungen wirken auch energetisch ausgleichend. Auf der psychischen Ebene wirken Drehungen befreiend. Sie helfen, innere Blockaden zu lösen und emotionale Anspannungen loszulassen. Daher kann es manchmal vorkommen, dass nach dem Halten von Drehstellungen die eine oder andere Emotion aufkommt und sich löst.

Im Februar sprießen im Garten die Schneeglöckchen. Auch andere Pflanzen bilden bereits – unter der Oberfläche verborgen – ihre ersten Knospen. Hieran sehen wir, dass Wachstum im Verborgenen beginnt und eine gewisse Zeit benötigt. Im Februar, spätestens bis März, beginnen wir mit der Aussaat der ersten Samen bzw. dem Vorziehen von Tomaten und Paprika auf dem Fensterbrett. Nicht nur im Garten, sondern auch im Leben werfen wir neues Saatgut aus. Welche Absichten möchtest Du für Dich und die kommenden Monate setzen? Welche Träume und Projekte möchtest Du heranziehen?

Lege hierzu in Deiner Yogapraxis den Fokus auch auf Erdung und Stärkung. Standhaltungen wie der Krieger (Vira Bhadrasana) oder der Baum (Vrksasana) helfen Dir, eine stabile Basis zu schaffen, von der aus Du wachsen kannst.

Der Februar erinnert uns als Monat des Übergangs daran, in Balance zu bleiben und zwar zwischen Stille und Bewegung, zwischen Loslassen und Vorbereiten. Vertraue darauf, daß alles, was Du jetzt losläßt Raum für Neues schafft. Sei geduldig mit Dir selbst. Wachstum geschieht nicht über Nacht.

Wenn Du meditierst, erforsche die Qualität der Stille dieses Monats. Nimm Dir einfach einige Minuten Zeit, um zu atmen und zu spüren. Mit dem Abschied des Winters und dem Aufkommen des Frühlings kannst Du die Veränderung um Dich herum spüren. Vielleicht ist der Februar noch eine gute Zeit, um mit dem Meditieren zu beginnen. Noch ist es ruhig und einen kalten Morgen oder Abend kannst Du wunderbar verwenden, um mit einer kurzen Meditation zu beginnen, vielleicht nur für fünf Minuten einfach nur auf einem Stuhl sitzen und Deinen Atem spüren, wie fühlt sich der Luftzug an und in der Nase an? Lasse den Atem von selbst fließen und spüre einfach nur.

Ich wünsche Dir einen achtsamen Februar, erfüllt mit Klarheit, Ruhe und neuen Möglichkeiten.

Beitragsbild: _Alicja_